Hanser 2010, 138 S.
(OT The Humbling 2009)
Aus dem Amerikanischen von Dirk van Gunsteren
Eines der nächsten Bücher, Besprechung bald...
Aus dem Klappentext: Alles ist vorbei für Simon Axler. Einer der besten Theaterschauspieler seiner Generation hat mit sechzig alles Selbstvertrauen und alle Ausstrahlung verloren. Falstaff, Peer Gynt und Onkel Wanja - alle seine großen Rollen haben sich »aufgelöst in dünne Luft«. Auf der Bühne kommt er sich wie ein Irrer vor, der nur noch ein lächerliches Spektakel zu bieten hat. Und es kommt noch schlimmer: Nach einem Nervenzusammenbruch verlässt ihn seine Frau, er kehrt dem Publikum den Rücken, und sein Agent kann ihn nicht zu einem Comeback bewegen.
Diesen fatalen Prozess der Selbstauflösung versucht er durch etwas scheinbar Unmögliches aufzuhalten: die Beziehung zur lesbischen Pegeen, der Tochter eines Jugendfreundes. Was zunächst wie der belebende Trost für eine entfremdete Existenz aussieht, erweist sich als eine Flucht vor der Wirklichkeit, die Axlers Drama bis zum schockierenden Finale nur noch vertieft.
In dieser Reise ans Ende der Nacht, die Roth mit unverwechselbarer Eindringlichkeit, Brillanz und Ironie erzählt, werden alle Täuschungen, auf denen sich die menschliche Identität gründet - Liebe und Macht, Leidenschaft und Prestige -, gnadenlos entblöst.